1. Februar 2016

UNESCO-Geopark Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen

Der UNESCO-Geopark Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen umfasst etwa ein Gebiet von 100 km in Ost-West-Erstreckung (Breite des Harzes) und 120 km Länge in Nord-Süd-Erstreckung und liegt in den drei deutschen Ländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Innerhalb des Geoparks vollzieht sich ein naturräumlicher Wechsel von der Geestniederung des Aller-Flachlandes über das reich gegliederte ostfälische Hügelland bis hin zum Harzer Mittelgebirge.

Er umfasst Naturparks und andere naturschutzrechtliche Schutzgebiete, die den Harz, den Elm und den Drömling als Zielgebiet für den naturnahen Tourismus.

Was ist ein Geopark?

Als Geopark kann ein Naturraum herausgestellt werden, der Geotope (Steinbrüche, Ton- und Kiesgruben, Bergwerke und natürliche Aufschlüsse) von überregional geologischer Bedeutung, Schutzwürdigkeit, Seltenheit und/oder Schönheit besitzt.

Dadurch repräsentiert ein Geopark die landschaftsprägende geologische Geschichte einer Region und stellt somit die Bildung natürlicher Rohstoffe und Ressourcen als Ergebnis geologischer und geomorphologischer Prozesse dar. Dadurch wird die starke Abhängigkeit der Landnutzung, der Wirtschafts-, Kultur- und Siedlungsgeschichte von geologischen Prozessen für eine breite Öffentlichkeit erlebbar gemacht. Deswegen beinhaltet ein Geopark eine Vielzahl bedeutsamer archäologischer, historischer und kultureller Objekte.

Unter dem Dach eines Geoparks können Städte, Gemeinden, Landkreise, Landes- und Forstämter, Tourismusverbände, Institute, Museen, Firmen und Vereine erdgeschichtliche Einrichtungen und Geotope miteinander vernetzen und entsprechende Aktivitäten bündeln. Die Errichtung eines Geoparks soll die Erhaltung unserer Natur- und Kulturlandschaft fördern, den Fremdenverkehr (Geotourismus) beflügeln und Bildungszwecken dienen.

Das Prädikat „Nationaler GeoPark“ wird an großräumige Gebiete verliehen, die besondere naturräumliche und geologische Verhältnisse aufweisen und die sich für eine nachhaltige Entwicklung ihrer Region mit verantwortungsvoller Nutzung der natürlichen Ressourcen einsetzen. Der Titel „Nationaler GeoPark“ ist kein gesetzlicher Schutzstatus und bringt daher auch keine Restriktionen für die Region mit sich. Er bietet für die Region die Chance, Stärken weiter zu entwickeln, das eigene Profil zu schärfen und die Region bundesweit und international bekannt zu machen. Dieser Ansatz erfordert gemeinsames Handeln aller Beteiligten und die Zusammenarbeit unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen. Dabei sollen auch Aspekte wirtschaftlicher Entwicklung unter den Gesichtspunkten der Tourismusförderung und Freizeitgestaltung in die Planungen einbezogen werden.

Besuchen Sie die Internetseite des Geoparks